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Ludwigshafen-Maudach
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Die
Folgen
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Durch diesen grössten anzunehmenden Unfall (GAU) wurde eine riesige radioaktiv verseuchte Wolke freigesetzt und weite Teile Osteuropas verseucht.
Die Wahrheit über dieses Unglückes und deren Folgen wurde jahrelang verschwiegen. Fast ein Viertel des weissrussische Territoriums wurden verseucht. Betroffen sind mindestens 5,8 Millionen Menschen in Weißrussland und der Ukraine.
Etwa 90.000 Menschen sind bislang an
den Folgen gestorben. Heute geht die Gefahr von dem langlebigen radionukleiden Cäsium, Strontium und Plutonium aus. Mit der Nahrung gelangen sie in den menschlichen Körper. Als Strahlenquelle bleiben sie im Organismus. Die Folgen lassen sich nur erahnen. |
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Doch schon heute zeigt sich bei vielen Menschen eine stark verminderte Abwehrkraft.
Besonders schwer geschädigt wurden die
600.000 Menschen, die den Brand löschten und bei den Aufräumarbeiten helfen
mussten.
10.000 Quadratkilometer Landfläche in
den Republiken Weißrussland und der Ukraine gelten als besonders stark
radioaktiv kontaminiert. Kinder, die in diesen Gebieten lebten, sind am
meisten betroffen. Sie leiden an Leukämie, Tumoren, Magen- und
Darmerkrankungen, Fehlfunktion der Schilddrüse und Erkrankungen der
Atemwege. Als ein großes Problem erwies sich die nicht im geringsten ausreichende medikamentöse Behandlung dieser Kinder.
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Sarkophag und StillegungInnerhalb von sieben Monaten wurden das zerstörte Reaktorgebäude und dessen geschmolzener Kern durch einen Stahlbetonmantel eingeschlossen. Dieser Shelter oder Sarkophag soll die Strahlung abschirmen und den restlichen Brennstoff einschliessen. Der Sarkophag gilt als Provisorium. Er ist nur für eine Lebenszeit von 20 bis 30 Jahren gebaut. Als grösstes Problem gilt seine Stabilität: Er wurde in grosser Eile gebaut, und seine Träger können durchrosten. Im Jahr 1997 wurde der Shelter Implementation Plan von den G7-Staaten, Russland, der EU und Ukraine mit der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung initiiert. Die neue Schutzhülle soll es ermöglichen, die radioaktiven Stoffe mindestens 100 Jahre sicher einzuschliessen. Die neue, 20 000 Tonnen schwere Hülle soll die im Tschernobyl-Reaktor 4 zurück gebliebenen Abfälle überdecken. Das 768 Millionen Euro teure Projekt soll laut offiziellen Stellen bis zum Jahr 2008 endgültig fertiggestellt sein.
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